Bestimmung des biogenen Kohlenstoffanteils mit der Radiocarbonmethode

Kohle, Erdöl und Erdgas werden in Großfeuerungsanlagen zunehmend durch Ersatzbrennstoffe substituiert. Das spart nicht nur fossile Energieträger ein, sondern schont aufgrund der in Ersatzbrennstoffen enthaltenen regenerativen Biomasse den Geldbeutel der am Emissionshandel beteiligten Unternehmen - und natürlich das Klima.

Mit der Radiocarbonmethode (= 14 C-Methode oder C14-Methode) bieten wir Ihnen die Methode der Wahl zur Bestimmung des biogenen Kohlenstoffanteils in Ersatzbrennstoffen an:

  • Erfassung aller Kohlenstoffverbindungen auch im unteren Konzentrationsbereich
  • Beliebige stoffliche Zusammensetzung von festen und flüssigen Brennstoffproben
  • Anwendung des Verfahrens auch auf Reststoffe und sonstige Matrizes möglich
  • Hohe Genauigkeit mittels AMS-Messtechnik
  • Referenzverfahren für Sekundärbrennstoffe beim CO2 -Emissionshandel gemäß
    E DIN EN 15440

Für die Berechnung der energiebezogenen Emissionsfaktoren bestimmen wir zusätzlich die Parameter

  • Trockenrückstand
  • Gesamtkohlenstoff
  • Brenn- und Heizwert

Die Qualität der Ergebnisse ist von entscheidender Bedeutung!

Die Teilnahme am Emissionshandel wirkt sich auf die Gewinnsituation und auf die Besteuerung Ihres Unternehmens aus. Auf Grundlage der Labordaten werden wichtige Entscheidungen getroffen, die die Wirtschaftlichkeit Ihres Unternehmens nachhaltig beeinflussen können.

Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst. Die Analysen werden in unserem gem. DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditierten Partnerlabor durchgeführt. Durch die regelmäßige Analyse unterschiedlicher Kontrollproben überprüfen wir die Richtigkeit der Ergebnisse und das Leistungsvermögen des Gesamtverfahrens. Wir überzeugen uns stets von der Durchführung aller qualitätsrelevanten Arbeitsschritte.

Grundlagen der Radiocarbonmethode

Isotope von Elementen haben nahezu identische chemische Eigenschaften, unterscheiden sich jedoch durch die Anzahl der Neutronen im Atomkern.

Vom Kohlenstoff existieren drei Isotope.

Isotop

Anzahl der Neutronen

Häufigkeit in der Biosphäre [%]

Stabilität

12 C

6

98,89

nicht radioaktiv

13 C

7

1,11

nicht radioaktiv

14 C

8

0,000.000.000.12

b -Zerfall, Halbwertszeit 5730 J.

Beim Eintritt von Höhenstrahlung werden in den oberen Schichten der Erdatmosphäre Neutronen erzeugt, die beim Zusammenprall mit Stickstoffkernen unter Freisetzung eines Protons das 14C-Radionuklid bilden.

Diese reagieren anschließend mit Luftsauerstoff zu Kohlendioxid und gelangen nach atmosphärischer Durchmischung über die Photosynthese in die Pflanzen.

Die Konzentration des 14C-Radionuklids in der Atmosphäre ist dennoch sehr gering. Auf 1,176 x 10 12 „normale“ 12C-Atome kommt nur ein einziges 14C-Atom.

Mit einer Halbwertszeit von ca. 5730 Jahren zerfällt das 14C-Radionuklid wieder zu Stickstoff ( b -Zerfall):

Die Radiocarbonmethode wurde bislang überwiegend zur Datierung von archäologischen Funden genutzt. In den letzten Jahren erfolgte eine erfolgreiche Adaption des Verfahrens an die Bestimmung des biogenen Kohlenstoffanteils in Biomasse-, Abfall- und Ersatzbrennstoffproben.